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1.4 Passwörter - sicher gewählt, einfach zu merken
Geschrieben von: zazengate   

Der Gebrauch von Passwörtern ist praktisch Teil jeder Dokumentation zum Thema Datensicherheit. Daher werde ich an dieser Stelle nur kurz darauf eingehen. Dass Namen von Personen und Orten oder einfache Begriffe nicht als Passwort verwendet werden dürfen, sollte jedem klar sein. Versionen wie etwa "g3b4u1" ("gebaut") mögen originell sein - wirklichen Schutz bieten sie jedoch auch nicht.

Ein sicheres Passwort ist mindestens achtstellig, besteht aus einer Kombination von Groß- und Kleinschreibung, Umlauten sowie Zahlen und Sonderzeichen. In manchen Fällen sind keine Umlaute oder Sonderzeichen erlaubt - die übrigen Regeln behalten jedoch weiterhin ihre Gültigkeit.

Wie kann man sich sichere Passwörter merken? Eine der einfachsten und zugleich sichersten Methoden ist die Bildung von Sätzen und deren Abkürzung. Das sind dann etwa wie folgt aus:

"zwei ganz enge Freunde werden fünf bösen Kerlen übel eins verpassen" -> 2geFw5böKü1v

So ist es auch möglich sich längere Passwörter einfach zu merken. (Durch Verwendung als Beispiel ist dieses Passwort natürlich als kompromittiert anzusehen)

Ein solches Passwort ist relativ sicher vor so genannten "Brute-Force-Angriffen", bei denen mit elektronischen Wörterbüchern alle möglichen Begriffe ausprobiert werden, um so das Passwort zu "erraten".

Für einige Gelegenheiten benötigt man stattdessen eine Passphrase (auch Mantra genannt). Dabei handelt es sich um einen längeren Satz, der genau wie ein Passwort verwendet wird. Für eine Passphrase empfiehlt es sich, keine kurzen Redensarten wie "Eile mit Weile" zu benutzen - ein längerer Satz ist hierbei quasi Pflicht (sonst könnte man auch gleich nur ein Passwort nehmen). Die Verwendung ungewöhnlicher Worte, etwa aus einer (erdachten) Mundart, sichern das Mantra zusätzlich ab:

"Wo die Buba no machen weylt nur selten o Gascht im Haim" - auch "Schraibvehler" können sinnvoll sein und das bloße erraten erschweren.

Soviel zur Erstellung sicherer Passwörter - ebenso wichtig wie die sichere Erstellung ist jedoch auch der sichere Gebrauch von Passwörtern. Auch wenn es praktisch und bequem ist, kann von der gängigen Praxis Passwörter zu speichern (etwa zum automatischen Start von Messengern) nur abgeraten werden.

Das Risiko durch einen Keylogger (Schadprogramm das Tastatureingaben protokolliert um so an sensible Daten wie etwa Kennwörter für Online-Banking) unbeabsichtigt Passwörter preiszugeben ist geringer, als sie durch Speicherung für Programme zu gefährden.

Ein letzter Punkt zum Thema Passwörter allgemein ist das Thema Social Engineering/Social Hacking.

Die Gefahr eines Passwortdiebstahls beginnt nicht erst im Netz. Dennoch wird die Gefährlichkeit dieser Art des Angriffs meist völlig unterschätzt. In der Regel sind vor allem Unternehmen betroffen, es ist aber auch von Vorteil für den Privatanwender dieses Risiko zu kennen.

Social Engineering bedeutet, dass jemand durch Vorgabe falscher Informationen und Position (er gibt sich etwa als Mitarbeiter der Telekom aus) und geschickte Gesprächstechnik den Gegenüber manipuliert und dazu verleitet, sensible Daten (hauptsächlich Passwörter) zu verraten. Diese Methode an Passwörter zu gelangen hat sich gegenüber den oben genannten "Wörterbuch-Angriffen" als weitaus erfolgreicher erwiesen. Ein wahrer Meister in dieser Kunst war David Mitnick, ein Ex-Hacker, der nun eine Firma für Sicherheitsberatungen führt und Bücher zu diesem Thema geschrieben hat.

Beste Methode zur Abwehr solcher Angriffe, ist die Devise "Trust noone" (Vertraue niemandem). Keinesfalls sollten Passwörter per Mail oder Telefon an angebliche Mitarbeiter irgendeines Unternehmens weitergegeben werden.

Zum Abschluss des ersten Kapitels möchte ich noch auf eine besonders effektive Sicherheitsmaßnahme hinweisen:

 

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