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4.1 Nutzung des Internet - Zugang
Geschrieben von: Frank Doerr   

Wie komme ich ins Internet?

Grundsätzlich benötigt man, um sich ins Internet einzuwählen, einen Provider. Provider sind Firmen, die dem Nutzer über eine Einwahlnummer den Zugang zum Netz ermöglichen. Die Telefonkosten für diese Verbindung tragen wir in jedem Fall selber. Zusätzlich zu den Telefongebühren fallen die Kosten für den bereitgestellten Zugang an. Hier existieren unterschiedliche Abrechnungsmodelle, die jeder Provider für sich festlegt. Manche Provider berechnen den Zugang zeitabhängig, gewähren monatliche Freistunden oder bieten bei bestimmten Mindestumsätzen Rabatte an. Andere wiederum geben sich mit einer monatlichen Pauschale zufrieden, unabhängig von der Zeit der Internetnutzung. Dies nennt man Flatrate (sprich: Flätträät).
Die bekanntesten Provider sind T-Online und AOL, daneben gibt es eine Vielzahl weiterer Anbieter. Alle haben ihre Vor- und Nachteile. Wenn man sich aufgrund seines Surfverhaltens und persönlicher Vorlieben für einen entschieden hat, braucht man meistens nur anzurufen. Man bekommt dann eine CD geschickt und die installiert sich "fast" von selbst. Oder man läd sich die Software in einem Internet-Café oder bei einem Freund aus dem Netz.

Call by Call

Neben der Auswahl eines festen Providers gibt es auch noch die Möglichkeit des Call by Call-Zugang. Man muß sich nirgendwo anmelden. Verträge und monatliche Grundgebühren entfallen, der Zugang ist von jedem Rechner mit Internet-Zugang möglich. Man muß nur die Rufnummer des Anbieters und das entsprechende Paßwort kennen, das hier allerdings nur Symbolcharakter hat. Diese Möglichkeit empfiehlt sich vor allem für Wenignutzer und Einsteiger.

Modem

Die Kommunikation mit dem Internet läuft über das öffentliche Telefonnetz ab. Dieses funktioniert in der Regel analog, während der Computer digital arbeitet. Jemand muss zwischen den beiden "dolmetschen". Ein Modem wandelt die digitalen Signale des Computers in analoge um und schickt sie über die Telefonleitung zum Empfänger. Die Gegenstelle wandelt sie wieder zurück. Fürs Internet braucht man mindestens ein vernüftiges 56-K-Modem. Der Nachteil des Modems ist, dass der Telefonanschluß besetzt ist, während wir "surfen", und das Modem auch nicht sooooo schnell ist.

ISDN

Die andere Variante: man entscheidet sich für einen ISDN-Anschluß, auf Deutsch etwa "Integriertes Service- und Datennetz". Der Nachteil dieser Lösung ist, dass die Grundgebühren steigen und man relativ teure neue Endgeräte (Telefon, Anrufbeantworter) braucht. Dies lohnt sich nur, wenn man auch entsprechend Zeit im Internet verbringt. ISDN bietet einiges. Die Datenrate liegt bei konstant 64 KBit pro Sekunde. Zudem ist ISDN komfortabel und man kann mit einem Anschluss gleichzeitig surfen und telefonieren. Leider gibt es für ISDN-Nutzer kaum noch Flatrate-Angebote.

Highspeed

Seit dem Jahr 2001 bommt das Surfen mit Geschwindigkeiten, gegen die Modems und ISDN lahm sind. Die bekannteste Technik in dieser Hinsicht ist DSL. Das Standard-Angebot in Deutschland ist hier TDSL der Firma Telekom, das im Vergleich zum normalen Modem zwölffache Download- (vom Netz auf den Computer) und zweifache Upload-Geschwindigkeit (vom Computer ins Netz) bietet. Andere Techniken wie Surfen per Stromleitung oder Kabel haben sich noch nicht etabliert, während surfen per Satellitenschüssel ("Sky-DSL") vor allem in ländlichen Gebieten interessant ist.
Solche Zugänge verlangen natürlich wiederum andere Modems oder interne Computerteile. Zudem muss man bei TDSL höhere Kosten für den Telefonanschluss kalkulieren und einen nicht unerheblichen monatlichen Festpreis. Solche Tarife lohnen sich also nur für Menschen, die viel im Internet unterwegs sind und gerne grössere Dateien herunterladen oder mit anderen Nutzern tauschen. Flatrates mit unbegrenzter Online-Zeit und ohne Volumenbegrenzung eröffnen allerdings eine völlig neue Dimension der Internet-Nutzung ohne tickenden Gebührenzähler im Hinterkopf.

 

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