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| 5.2 Glossar |
| Geschrieben von: Frank Doerr | |||
Hier gibt es technische, bildhafte oder gar esoterische Erklärungen für Begriffe, mit denen Humanoide konfrontiert werden, sobald sie sich für's Internet interessieren. Der Autor haftet nicht für Folgen, die aus der Lektüre dieses Glossars entstehen. Wenn also beispielsweise jemand seinem Kanarienvogel eine Dauerwelle verpasst und ihn ins CD-ROM-Laufwerk schiebt, damit er schneller surfen kann, dann rufen Sie bitte ihren Arzt oder Apotheker.
Account:Zugang oder Konto bei einem Provider, sei es Internet-Zugang oder eMail-Konto. Es kann auch den Zugang zu einem Dienst wie Forum oder Chat bedeuten. In der Regel besteht ein Account zumindest aus den zwei Zugangsdaten Name und Passwort. Letzteres wird von Usern gern verlegt. Administrator:Menschen in einem Chat oder Forum, die Dir aufopferungsvoll mit Rat und Tat zur Seite stehen, sei es bei inhaltlichen Fragen oder technischen Problemen. Oft auch nur kurz: Admin. Attachment:Anhang, in der Regel an einer eMail. Besonders beliebt, wenn sie gross und unerwünscht sind. Banner:Rechteckiges Ding, entweder als Werbeeinblendung auf einer Website (merke: je mehr Banner, desto weniger Informationen) oder als nerviges Pop-Up. Bookmark:Siehe unter Lesezeichen Board:Schwarzes Brett. Teilweise gleichbedeutend mit Forum - ein grosses Forum besteht meist aus mehreren Boards, die inhaltlich zu Kategorien zusammengefasst werden. bps:Bits pro Sekunde, Maß der Datenübertragungsrate. Verbreitet sind vor allem Modems mit 28,8 oder 56 KiloBit/Sek. sowie ISDN mit (einkanaligen) 64 kbps (also 64000 bit/s) oder TDSL mit 768 kbps Download-Geschwindigkeit. Geschwindigkeit, mit der man sich auf dem Datenhighway bzw. Schleichweg bewegt. Browser:Das Fahrzeug auf ihrem Weg durch die Stadt Internet. Besonders verbreitet sind der Internet Explorer und der Netscape Navigator. Von beiden sind verschiedene Modelle im Umlauf. Der Netscape reagiert etwas sensibler auf Unebenheiten im Fahrbahnbelag, läuft dafür allerdings schneller. Auch die Häuser sehen durch die Windschutzscheibe mehr oder weniger verschieden aus, da die Hersteller etwas gegen einheitliche Standards zu haben scheinen, ein Ärgernis für Surfer und Webmaster.Cache:Zwischenspeicher auf der Festplatte. Hier legt ein Browser beim Surfen (fast) alle Inhalte der angesurften Webseiten ab, um sie beim nächsten Aufruf schneller zu präsentieren. Wer sein Surfverhalten verheimlichen will oder sicher gehen will, die neuste Version einer Website zu sehen, sollte den Cache bei Bedarf manuell löschen. CGI:Kürzel für Common Gateway Interface. Nützlich für Webmaster, um interaktive Programme wie Gästebücher oder Kontaktformulare zu nutzen. Chat:Quatschen per Tastatur in Echtzeit bis der Arzt kommt. Dazu loggt man sich mit einem Nickname in einem Chat (mittlerweile vor allem im WWW) ein und verlässt ihn erst Stunden später nach unzähligen Ankündigungen ins Bett gehen zu wollen wieder. Oder, falls man bei AOL ist oder der Chatserver überlastet, nach wenigen Sekunden per Freiflug. Client:Jedes Programm, das einen Server benötigt, um zu arbeiten, z.B. Mailprogramme oder Browser. Cookies:Kekse, die dem Surfer gereicht werden - oftmals ohne sein Wissen oder sein Wollen. Manche sind hilfreich, beispielsweise für den automatischen Login in einem Forum. Andere dienen dazu, das Surfverhalten eines Usern auszuspionieren. Wer sich den Magen verdorben hat, kann die Dinger auch von der Festplatte werfen, indem er den Cache löscht oder seinen Browser entsprechend konfiguriert. Domain:Strasse und Hausnummer im globalen Dorf, die im Browser hinter dem www eingegeben werden (also z.B. wolke23.de). Download:Herunterladen von Dateien aus dem Internet auf den eigenen Rechner, um damit Unfug anzustellen. Bei Dateien aus wenig vertrauenswürdigen Quellen kann es auch geschehen, dass diese Dateien Unfug mit dem Computer anstellen. Beliebter Vorgang, um an Programme oder Musikstücke zu kommen. Grosse Dateien und langsame Modems verhelfen während des Downloads gern zu meditativen Erlebnissen. eCommerce:Elektronischen Handel via Internet. Der überzogene Glauben an dessen Allmacht ließ Aktien ins Uferlose steigen und kleine Anleger später auf die Nase fallen. Funktioniert nämlich nur, wenn das Kaufen Sinn macht und kundenfreundlich gestaltet ist. eMail:Elektronische Post. Seit ihrer Existenz bezeichnet man aufgrund ihrer rasenden Schnelligkeit die alte Version mit Briefträger gern als Schneckenpost. Kann sehr nützlich sein, ist leider aber auch sehr beliebt, um beispielsweise Solidarität mit einem kranken Jungen names Brian hervorzurufen bzw. vor angeblichen Viren zu warnen (beides Beispiele für einen Hoax-Virus) oder arglose Empfänger auf zwielichtige Webseiten zu locken. Sofern man seine Mitmenschen nicht zur Weißglut bringen möchte, sollte man solche Mails tunlichst nicht weiterleiten, da ihr einziger Nutzen darin besteht, unser schönes, neues Internet langsamer zu machen. FAQ:Hört sich an wie ein Schimpfwort, soll aber nur helfen: Frequently Asked Questions, also Antworten auf häufig gestellte Fragen. Sollte jeder User konsultieren, bevor er eine teure Hotline wählt oder einen armen Programmierer nervt. Filesharing:Austausch von Dateien mit anderen Usern via Internet. Sehr beliebt zum Tauschen von MP3-Dateien oder Filmen. Aufgrund von möglichen Verstössen gegen Urheberrechte und Copyright besteht die Gefahr der Illegalität. Firewall:Programm, das einen Computer oder ein ganzes Netzwerk vor Hackern oder andere unerwünschten Zugriffen zu schützen versucht. Flatrate:Siehe hier. Forum:Ein Platz im Internet, an dem Menschen diskutieren können. Schriftliche Beiträge können veröffentlicht und von anderen Usern beantwortet werden. Mit etwas Glück findet man Rat und Hilfe oder kann sein Wissen teilen. Falls es zu blutigen Auseinandersetzungen kommt, stehen Administratoren mit dem Rotkreuz-Köfferchen bereit. Frames:Unterteilung einer Webseite in mehrere Fenster, in denen jeweils eigene Inhalte angezeigt werden. Wird heutzutage von allen Browsern verstanden. Wer allerdings mittels Suchmaschine auf der Unterseite einer Webpräsenz landet, findet oftmals kein Navigationsmenü vor, da sich dieses Frame nicht von alleine nachläd. Freeware:Software, die kostenlos genutzt und verteilt werden kann. FTP:Siehe hier. Hacker:Wie überall, gibt es auch hier gut und böse. "Weiße" Hacker (hat nichts mit der Hautfarbe zu tun) versuchen das Internet sicherer zu machen und testen deshalb Schwachstellen in Systemen, ohne sich daran bereichern zu wollen. "Schwarze" Hacker nutzen die Möglichkeiten des Internets, um Menschen zu schaden, ihren Ruhm zu mehren oder sich sonstwie zu bereichern. Homepage:Startseite einer Website. Das Empfangszimmer sozusagen. Host:Gastgebender Computer, der Dienste anbietet oder weiterleitet. HTML:Programmiersprache, in der Webseiten grundlegend verfasst werden: Hypertext Markup Language. Siehe hier. HTTP:Protokoll zur Datenübertragung im WWW: Hypertext Transfer Protokoll. Ergänzen neuere Browser automatisch, so dass man in der Adresszeile nur noch www.domain.de schreiben muss. Internet:Weltumspannendes Netz, besteht aus mehreren Teilen (Diensten). Die beliebtesten sind WWW, eMail und Newsgroups. Wenn von Internet die Rede ist, ist in der Regel das WWW gemeint, das voller Informationen, Werbung, nützlichem Kram und sinnlosem Zeug steckt. Esoterisch gesehen ein neuer Ätherkörper der Erde - eine Art von Menschen geformter Akasha-Chronik -, den man mit Hilfe von technischem Gerät sehen kann. Intranet:Lokales, nicht-öffentliches "Intenet", zu dem nur ein bestimmter Kreis Zugang hat, z.B. in einer Firma. IP:Teil eines Protokolls, mit dem der Computer via Internet kommunieren. Hierbei wird jedem PC eine eindeutige numerische Kennzahl zugeteilt, die sich allerdings bei jeder Einwahl ins Netz ändern kann. Server haben dagegen feste IP-Adressen, auf die der Domainname (für uns unsichtbar) verweist. ISDN:Digitale Übertragung von Daten via Telefonleitung: Integrated Services Digital Network. Siehe hier. Java:Programmiersprache, mit der u.a. auch fürs Internet interaktive Anwendungen geschrieben werden. Beinhaltet allerdings ein großes Sicherheitsrisiko beim Besuch nicht vertrauenwürdiger Seiten und sollte deshalb grundsätzlich deaktiviert sein. Nicht zu verwechseln mit JavaScript. JavaScript:Programmiersprache für interaktive Anwendungen im WWW. Teil des sogenannten dynamischen HTML-Konzeptes (D-HTML). LAN:Lokales Computernetzwerk, das mit Hilfe von Netzwerkkarten, Hubs oder Sitches realisiert wird: Local Area Network. Lesezeichen:Eselsohr im Browser, um schnell wichtige Webseiten wiederzufinden. Auch Favoriten oder Bookmarks genannt. Link:Verknüpfung oder Verweis im Internet. Wenn eine Website ein Haus ist, dann ist ein Link die Tür von einem Raum in den anderen - oder in andere Häuser. Login:Bei Angeboten wie Chat oder Forum kommt man oft nicht darum, sich einzuloggen, um seinen Account mit allen Annehmlichkeiten nutzen zu können. Hierzu braucht man einen Nickname und ein Passwort. Man klopft also an und wenn eine kleine Klappe in der Tür aufgeht, flüstert man vorsichtig. Wenn der Türsteher die Angaben als korrekt empfindet, darf man rein. Mailingliste:Diskussionsgemeinschaft im Internet. Wer eine solche Liste abonniert, erhält alle Mails von jedem Mitglied. Mail-Äquivalent zum Forum. Meta-Suchmaschine:Siehe hier. Modem:Verbindet den Computer mit dem Internet und ist für die Umwandlung der Signale von analog in digital und umgekehrt zuständig (deshalb: Modulator/Demodulator). Moderator:Im Chat handelt es sich dabei um jemanden, der einen Prominentenchat oder eine Art Podiumsdiskussion leitet. In diesem Fall bestimmt er, welche Fragen normaler User für alle (insbesondere den prominenten Gast) öffentlich zu sehen sind. In einem Forum wird dieser Begriff synonym für Administrator oder Operator (op) verwendet. Dabei betreut ein Moderator ein oder mehrere Boards eines grossen Forums. MP3:Im Internet häufig genutztes Dateiformat, um Audiodateien komprimiert übermitteln zu können. Ab 128kpbs kaum mehr von CD's zu unterschieden, bei einem Zehntel des Speicherplatzes. Nettiquette:Eine Art Knigge für den respektvollen und achtsamen Umgang im Internet unter Usern von Foren, Chats etc. Bei Verstössen droht der Verlust des betreffenden Accounts. Newsgroup:Siehe hier. Newsletter:In der Regel kostenloses Abonnement eines Rundschreibens per eMail, in dem Betreiber einer Website über Neuigkeiten informieren. Kommt leider zuweilen auch unverlangt und taugt nur, wenn er problemlos wieder abbestellt werden kann. Nick:Spitzname. Meist für die Nutzung von Chats und Foren. Vom Vornamen über "DickerKnuddelbär" bis "MegaerleuchtetePutzfrauVonAtlantis" ist vieles möglich. Wichtig, um eine gewissen Anonymität zu wahren (Verbergung des "Realname", also des im wahren Leben üblichen). Ausserdem sagt "MeisterderStäbe" mehr über jemanden aus als "Klaus-Dieter". Offline:Grässlicher Zustand, in dem man nicht mit dem Internet verbunden ist - Gegenteil von online. Praktisch für Surfer, die Minutentarife zahlen, um in Ruhe heruntergeladenen Webseiten lesen zu können. Online:Wenn Boris "drin", d.h. mit dem Internet verbunden ist. Kann zur schlechten Gewohnheit und damit zur Sucht werden. Page:Einzelne Seite einer Website, ein Raum im Gebäude Plug-In:Kleines Zusatzprogramm, das andere Programme um Funktionen erweitert. Kann z.B. nötig sein, damit ein Browser wie der Netscape Navigator Filme im Format Real Player abspielen kann. POP3:Post Office Protocol Version 3: derzeit das meistgenutzte Protokoll, um eMails mittels einer Mailprogramms von einem Mailserver abzuholen. Anbieter kostenloser Mailadressen, die kein POP3 anbieten, lassen nur eine Verwaltung der Mailbox via Browser zu. Posting:Veröffentlichung in einem Forum oder Board. Jeder Beitrag eines Users, der zeitlich gesehen für sich alleine steht, sei es als Eröffnung eines Threads oder Antwort auf einen anderen Beitrag. Protokoll:Einheitliche Regeln, damit Computer miteinander kommunizieren, sprich Daten tauschen können. Provider:Stellen Dienstleistungen rund um das Internet zur Verfügung. Man unterscheidet:
Oftmals gibt man auch alle genannten Providerleistungen in eine Hand, was allerdings fatal sein kann, wenn die Mailadresse an den Vertrag mit dem Zugangsprovider gekoppelt ist. Proxy-Server:Zwischengeschalteter Rechner, der Übertragungen aus dem Internet erledigt, z.B. indem er häufig abgefragte Daten zwischenspeichert, um den Netzverkehr zu reduzieren und den Aufruf von Webseiten zu beschleunigen. Robots:Eine Art Bienen, die im Auftrag von Suchmaschinen durch die Stadt jagen und emsig Informationen sammeln, damit die Suchmaschine auf Anfrage damit herausrückt, wo man dieses Wissen finden kann. Router:Kleine Kisten, die Computer zu Netzwerken zusammenschliessen und gebündelt ins Internet bringen. Gibt es auch als Software. Server:Computer, der anderen Rechnern in einem Netzwerk Dienste zur Verfügung stellt. Shareware:Programm, das im Unterschied zu Freeware bestimmten Einschränkungen unterliegt, wie z.B. reduzierter oder zeitlich begrenzter Funktionsumfang. Signatur:Anhang innerhalb einer eMail, der Informationen des Absenders enthält (Adresse, Sinnspruch). Auch in Foren üblich. Site:siehe Website SSL:Verschlüsselungs-Standard, um Daten im Internet sicher übertragen zu können: Secure Socket Layer. Immer dann angebracht, wenn sensible Daten übertragen werden (Providerkommunikation, Online-Banking oder -Shopping). Suchmaschinen:Der gute, alte Schupo an der Ecke, der einem sagt, wo man die beste Pizza herkriegt. Da es sich - wie der Name schon sagt - nicht um intelligente Wesen handelt, ist es hilfreich zu wissen, wie man am besten mit ihnen redet. Surfer:Jeder der das Internet betritt. Fährt mit einem Browser und schimpft über die Benzinpreise. TCP/IP:Protokoll für den Datenaustausch in einem Netzwerk: Transmission Control Protokoll / Internet Protokoll. Telnet:Siehe hier. Thread:Ein Thema oder Zweig innerhalb eines Boards.Upload:Übertragung von Dateien vom eigenen Rechner auf andere Rechner oder Server. Geschieht per Browser, FTP oder Filesharing. URL:Siehe hier. User:Englisch für Nutzer. Jeder Mensch, der auf ein Angebot im WWW zugreift, z.B. ein Forum. Verzeichnisse:Werden im Gegensatz zu Suchmaschinen von Menschen gepflegt und sind daher etwas langsamer. Webmaster tragen hier einen Teil der Verantwortung mit, was die Pflege der von ihnen angemeldeten Sites angeht. WAP:Übertragung und Darstellung speziell bearbeiteter Internetseiten für Handys: Wireless Application Protocol. Webmaster:Programmierer einer Website, verantwortlich für Funktionalität, Wartung des Webservers etc. - Architekt, Handwerker und Hausmeister des Gebäudes. Falls identisch mit dem Eigentümer, ist er auch für den Inhalt sprich die Einrichtung verantwortlich. Webmasterplan:Internet-Dienst für Webmaster mit kostenlosen Angeboten - Clearingstelle für Architekten. Website:Ein Internet-Projekt in seiner Gesamtheit, oft auch kurz "Site". Das Gebäude, das ein Webmaster errichtet hat. Oder eine einzige Seite auf einer Webpräsenz. Webspace:Bauplatz im WWW. Ort auf einem Server, den ein Provider zur Verfügung stellt, um Webseiten anzubieten. WWW:Teil des Internets, riesige Stadt im globalen Dorf. Siehe Internet oder hier. XenuLink:Freeware-Programm, das eine Website auf funktionierende Links überprüft. Kleiner Hund, der durch das Gebäude schnüffelt und hinterher seine Beulen zählt, weil hinter scheinbaren Türen Mauern versteckt waren. Dieser Glossar wird beständig erweitert. Sie haben sachliche Fehler entdeckt oder möchten Ihren eigenen Senf dazu geben? Dann senden Sie einfach eine eMail (siehe Startseite).
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