Ausgehende Links im Kommentar-Widget von WordPress entfernen

In Zeiten von Spam kann eines sehr nerven: Wenn die eigene Startseite bzw. alle Unterseiten mit Links zu den Websites der Kommentierenden vollgepflastert sind. Dies geschieht dann, wenn man die Website komplett mit Widgets betreibt.

Denn sobald das Widget „Letzte Kommentare“ zum Einsatz kommt, landet der ausgehende Link auf der Startseite bzw. durch die Sidebar auf allen Unterseiten des Blogs. Und das können zehn (Standard) oder gar fünfzehn (Obergrenze) Links sein, je nachdem, was man als Einstellung gewählt hat.  Die Folge: Es wird massiv Linkjuice vom eigenen Projekt abgezogen, egal ob Kommentare im Blog als nofollow oder dofollow gekennzeichnet sind.

Klar, man kann Kommentatoren (solange sie nicht Bernd Sonnensegel heißen oder sonstwie offensichtlich Links abgreifen wollen) gern mit einem Link belohnen. Aber es muss nicht wirklich auf der Startseite bzw. sidewide sein, die Artikelseite genügt. Dummerweise ist dies eine der Einstellungen (wie beispielsweise bei der Tag Cloud), wo die hart verdrahtete Einstellung von WordPress unschön ist. Da hilft nur mal wieder ein kleiner, operativer Eingriff.

Also:
Öffne Datei wp-includes/default-widgets.php
Suche den Textteil get_comment_author_link
Ändere zu  get_comment_author
Speichern, hochladen in den Ordner /wp-includes
Fertig

Bei jedem WordPress-Update, wo diese Datei verändert wird (und WordPress ändert öfter was in den widgets), muss dies leider wiederholt werden. Ich frage mich, ob es nicht sinnvoll wäre, wenn das WordPress-Entwicklerteam einen Ordner für die Widgets anlegen und jedem Widget seine eigene Datei geben würde, der Anfang ist durch die Liste zu Beginn der widgets.php ja bereits gemacht. Zumal – siehe oben – auch bei der tagcloud händisch eingegriffen werden muss. Oder die Steuerung im Adminbereich wird endlich komfortabler.

Kommentar (1) Schreibe einen Kommentar

  1. Frank’s scharfes Auge, gut beobachtet.

    Alternativ könnte man das gewünschte Widget aus default-widgets.php rauskopieren und mit den o.g. Änderungen in den wp-plugins Ordner schieben. Jetzt den Namen ändern und schon hat man ein eigenes Widget. Das könnte evtl. irgendwann aufgrund von internen WP Änderungen nicht mehr funktionieren (wobei in dem fall eher unwahrscheinlich) aber zumindest wird es nicht überschrieben..

    Beste Grüße
    Andreas

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