vServer 1 – Anbieter und Leistungen

Vorgeschichte:
Nachdem ich mehrere Webpacks bei verschiedenen Anbietern hatte, wechselte ich auf Anraten eines 1&1-Support-Mitarbeiters zu einem Root-Server. Dank einer mehrmonatigen – wenn auch marginalen – Fortbildung in Debian war Linux für mich zumindest kein absolutes Fremdwort mehr. Leider trieb mich die Kombination aus SuSE und Confixx immer wieder in den Wahnsinn. Zwar einfach zum Verwalten per Mausklick. Aber Confixx mischte sich immer wieder an Stellen ein, wo es meiner Ansicht nach nichts verloren hatte. Und Yast war kein Vergleich zum Paketmanager von Debian.

Richtig schlimm wurde es, als ich aufgrund der integrierten Backup-Möglichkeit für 70 Euro/Monat den Server wechselte und SuSE 9.1 bekam. Plötzlich waren da Apache2 & co. Die – mittlerweile gewohnte – Unübersichtlichkeit der httpd.conf eines Apache 1 wurden vertauscht mit einer Menge Dateien eines Apache 2. Wo ich – auch dank Confixx – kaum noch wusste, woran zu drehen war. Als dann irgendwann eine ReInitialisierung fällig war, weil keine Perl-Scripte mehr liefen, manche Support-Mitarbeiter überfordert waren und meine Telefonrechnung dank dieser Anrufe immer höher wurde, war Schluss. 

Alternativen:
Es gab drei Möglichkeiten:

  1. Nie wieder kümmern durch richtig guten Webspace mit serverähnlichen Features wie Cronjobs. Den fand ich bei all-inkl.de. Er hieß WebBusiness L mit 1 x Domain, 1000 MB Speicherplatz, 75 GB Traffic, PHP, CGI, 15 x MySQL-Datenbanken, 5 x CronJobs, SSL Proxy, 50 Kunden je Server, 14,95 EUR je Monat und 19,95 EUR Einrichtung. Nie wieder Arbeit mit Serverkonfiguration. Was mich abhielt, war das ätzende KAS. So viel Zeug verwalten mit einer solch userfeindlichen Verwaltung? Warten auf KAS 2? Erst einmal nicht.
  2. Managed Server. Normal schweineteuer. Doch auch hier empfahl sich all-inkl: ManagedServer L mit AMD Duron 1300, 256 MB RAM, 20 GB Speicherplatz, 100 GB Traffic, 50 Accounts aufschaltbar, 29,95 EUR je Monat. Der Knackpunkt waren 149,95 EUR Einrichtungsgebühr und die fehlende Benennung der eigenen IP-Adresse. 10 Euro/Monat kämen zusätzlich für die Backup-Geschichte dazu. Der Vorteil: ich könnte Kunden mit drauf nehmen. Nachteil: wieder KAS. Und die Frage, wie sich all-inkl bei dem steten Zuwachs an anspruchsvollen Neukunden entwickeln würde.
  3. Die dritte und letzte Variante: ein VPS-Root-Server. Wesentlich günstiger als der bisherige Root-Server und wohl leistungsfähiger als normaler Webspace. Endlich mit Debian. Okay, ich gab mir eine letzte Chance, ein Servergott zu werden 😉

Entscheidung:
Nach zahlreichen Recherchen im Netz, alten c't-Ausgaben und natürlich webhostlist entschied ich mich für zwei vServer-Systeme:

  1. VPS (Virtual Private Server) Root S bei HostEurope.
    Für 14,99 /Monat und ohne Einrichtungsgebühr erhielt ich 2,5 GB Speicher, 100 GB Traffic auf einem Dual Xeon. Hardware RAID inklusive!
  2. Die zweite Variante war ein vServer small von Star-Hosting. Für 4,99 plus 9,95 Euro Einrichtungsgebühr erhielt ich 1 GB Speicher und 25 GB Traffic. Monatliche Vertragslaufzeit und 1 Domain.

Der HE VPS sollte nun mein Hauptsystem werden, der vServer small zur Sicherung und als Spielwiese dienen. Sollte es nicht funktionieren, blieb immer noch Variante 1 oder 2

Erfahrungen:
Star-Hosting (SH) war schnell: morgens beantragt, kam bereits abends die eMail, dass der Server bereit stünde. 24 Stunden später stand auch die Domain bereit. Als ich mich nach vier Tagen erstmals einloggen wollte, war die Kiste allerdings nicht erreichbar. Also eine eMail an den Support und wenige Minuten später war ich drin.
HostEurope (HE) brauchte einen Tag länger. Dies lag allerdings daran, dass ich noch eine alte, seit einem Jahr nicht benutzte Kundennummer hatte und mir angeboten wurde, sie weiterhin zu nutzen. Sehr aufmerksam. Der Server war dann, als ich mich einloggte, sofort präsent. Guter Einstieg.

Und der Support? SH löcherte ich gleich mal mit ein paar Fragen. Ergebnis: Innerhalb kürzester Zeit erhielt ich Antwort – zumindest dann, wenn ich meine Fragen in den Abendstunden stellte. Die aus fünf Menschen bestehende Firma scheint um Support bemüht. Und alle Antworten waren hilfreich und korrekt.
HE schnitt bislang im Vergleich weniger gut ab. Die Erstanfrage brauchte 24 Stunden bis zu einer Antwort. Nachdem ich dann einmal eine Ticketnummer hatte, ging alles fix. Aber die Antworten war nie wirklich hilfreich – allerdings konfrontierte ich sie im Gegensatz zu SH mit wirklich kniffligen Fragen. Letztendlich gab es das Angebot, sich als Root auf meinen VPS einzuloggen und nach dem Rechten zu sehen. Grundsätzlich eine nette Geste. Jedoch: "Falls die Konfiguration aufwendiger ist muss ich Ihnen dies leider berechnen (bis ca. 30 Minuten). Hierfür gelten unsere normalen Preise von 25,75 EUR pro 15 Minuten." Also suchte ich die Lösung erst einmal in den Weiten des Netzes. Später zeigte sich allerdings, dass der Support bei HE sehr kulant sein kann.

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