vServer 8 – Fazit

Anhand der vorher beschriebenen Schritte stellte sich die Einrichtung und Inbetriebnahme eines vServers als nicht allzu knifflig heraus – Grundkenntnisse über Linux und den Willen, sich Antworten im Netz zu suchen, natürlich vorausgesetzt.

Leider traten im Laufe der Zeit Schwierigkeiten auf, die letztendlich zum Abbruch des Abenteuers führten. Bei HostEurope häuften sich Dienstabstürze. Anfangs "nur" sendmail/postfix, später dann so elementare Dienste, dass die gehosteten Domains nicht erreichbar waren.

Das Problem schien nicht bei meinen Kompetenzen zu liegen, wie mir das Schreiben eines Supporters zeigte:
 >natürlich finden auch wir diese Fehler nicht schön. Leider kommt es
>noch hier und da zu "Kinderkrankheiten" der neuen VPS, mit denen wir
>so nicht rechnen konnten. Es wird allerdings mit Hochdruck an einer
>Verbesserung gearbeitet.

Mag sein, dass sich die Probleme bei HE später lösten, so dass ein Betrieb heutzutage problemlos möglich ist. Über meinen Einsatz als kostenpflichtiger Beta-Tester war ich allerdings nicht amüsiert. Dies führte zur Kündigung bei HE und der Inbetriebnahme eines Webpacks bei all-inkl. Da es bei all-inkl möglich ist, die betriebenen Domains auch ausserhalb zu hosten, konnten sie bei Schlund Technologies unter Angabe der Nameserver von all-inkl bleiben. Der vServer von Star-Hosting wurde nie einer so ausgiebigen Prüfung wie der von HE unterzogen. Da das Server-Abenteuer jedoch als beendet betrachtet wurde, kündigte ich auch diesen Account.

Letztendlich zeigte sich: so leicht es heutzutage auch ist, zu einem eigenen Server zu kommen, will dieser Schritt wohlüberlegt sein. Wie sich bei meinem 1&1 Root-Server zeigte, der während eines Auslandsaufenthaltes ausfiel, so dass sämtliche Webpräsenzen für eine Woche nicht erreichbar waren, sollten grundsätzlich mindestens zwei kompetente Server-Admins zur Verfügung stehen, damit immer ein Ansprechpartner im Einsatz ist. Und das Wissen zur Serveradministration erwirbt man nicht nebenbei.

Im Zweifelsfalle gilt: ein Webpack ist allemal relaxter und in der Regel kostengünstiger. Seit über einem halben Jahr bin ich nun bei all-inkl und das Leben ist schön 🙂

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