Wenn Windows XP zur Schnecke wird

Seit dem Erscheinen von Windows XP begegnet mir ständig ein Phänomen: anfangs noch relativ flotte Rechner brechen irgendwann im Laufe der ersten Wochen massiv in der Performance ein. Ursachen dafür fand ich keine und hatte einen zusätzlichen Grund, Windows 2000 seinem Nachfolger vorzuziehen. Bis vor kurzem.

Auf dieser Seite von Hans-Georg Michna
entdeckte mein Bruder, dessen nagelneuer IBM Laptop nach kurzer Zeit
genau wie der Meine nur noch im Schleichgang arbeitete, dass der Grund
in einer speziellen Funktion von Windows XP liegt: wenn vermehrt
Lesefehler auftreten (bei CD’s, aber auch Zugriffsproblemen auf
Festplatten), schaltete Windows den Zugriffsmodus zurück. So kann aus
UDMA in kurzer Zeit ein PIO-Modus werden; falls die Festplatte mit der
primären Startpartition betroffen ist, verzögert sich – wie bei mir –
der Start von XP um viele Minuten.

 

Ob man betroffen ist, zeigt sich bei einem Blick in den
Gerätemanager. Dort sollte man für den IDE ATA/ATAPI Controller die
erweiterten Eigenschaften der beiden IDE-Kanäle checken. Ist der Wert
des "aktuellen Übertragungsmodus" niedriger als der mögliche, hat die
Rückfallfunktion – die übrigens auch bei Windows 2000 aufgreten kann –
wohl zugeschlagen.

In diesem Fall entweder das unter oben genanntem Link aufgeführte
Visual Basic Script ausführen oder es steht Handarbeit mittels regedit
an oder man reaktiviert DMA mittels Deinstallation des betroffenen
IDE-Ports. Wobei ich letztere Methode sicherheitshalber nur anwenden
würde, wenn der sekundäre Port betroffen ist. Genaue Anleitungen und
vertiefte Informationen finden sich unter michna.com.

Wirklich interessant und durchaus typisch, dass ein System wie XP, das
den User so oft mit allen möglichen Sprechblasen nervt, solch wichtige
Informationen unterschlägt und von sich aus dem Benutzer keine
Möglichkeit bietet, dieser Automatik korrigierend zur Seite zu stehen.

 

Surftipp:
Overclocking

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